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Labskaus

Altes Rezept in der neuen Welt

Jutta Gey | LIGHTHOUSE76

Ich habe 7 verschiedene Rezepte studiert und aus jedem einen guten Tip mitgenommen. Gekocht habe ich heute das scheinbar älteste, traditionellste von allen und habe es leicht verändert in Bezug auf gesunde, moderne Ernährung und den Gewürzen. So habe ich anstelle Pökelfleisch frisches Rindfleisch genommen und kein Schweineschmalz.

Meine heutigen Zutaten:

300g Kochfleisch (Rindfleisch)

2 Möhren

4 große, mehlig kochende Kartoffeln

2 große Zwiebeln, 3 große saure Gurken, 2 gekochte rote Beete

Ei, Speckwurst oder Matjes als Beilage

Das Rindfleisch mit viel Kräutern, 1 grob geschnittener Zwiebel und Möhren gut 2-3 h weichkochen und über Nacht durchziehen lassen und abseihen. Das Rindfleisch auslösen und entweder durch den Fleischwolf drehen oder den Pürierstab benutzen. Die kleingeschnittene Zwiebel, sauren Gurken und rote Beete mit in die Fleischbrühe geben und ca. 15min leicht köcheln lassen. Währenddessen  die Kartoffeln zuSalzkartoffeln kochen und zu Stampfkartoffeln verarbeiten und dann gleich mit in den Suppentopf geben und alles zu einem dicken Brei umrühren. Schneidet man die sauren Gurken und rote Beete nicht all zu klein, sieht der Brei am Schluss sogar recht ansprechend aus. Alles abschmecken mit Salz, grobem Pfeffer, gemahlenem Kümmel, 2-3 Teelöffel Senf und 2-3 Lorbeerblätter noch einmal 10 min durchziehen lassen. In dieser Zeit kann man als Beilage ein Spiegelei braten oder ein paar Scheiben Speckwurst oder eine Scheibe Matjes dazulegen.

Ein altes Seemann’s Rezept mit vielen Geschichten drumherum. Heute brauchen wir uns keine Gedanken mehr machen, wie lange Lebensmittel haltbar sind. Damals war es eine große Herausforderung eine lange Schiffsreise zu planen. Es wurde Pökelfleisch mitgenommen, gekochtes eingelegtes Gemüse, Salzheringe … Und so entstanden eben solche komischen, aber äußerst leckeren Rezepte.